TEXTE

Erzähle mir noch einmal
was selbstverständlich ist
erzähle mir noch einmal
dass nichts verloren geht

Erzähle mir noch einmal
dass alles wirklich ist
erzähle mir noch einmal
dass wir auch morgen sind

Lass mich aus Dir heraus schauen
wenn meine Augen den Frieden nicht sehen
wenn mein Geist blind nach Eindrücken greift
Deinem Wort will ich dann glauben

Das Ziel erreicht
Gewöhnung stößt zurück
heut ist wieder gestern
und alles wie es war

Kein Frieden
in der Maschine
blass ist der Erfolg
das Material ist kalt

Wärmend jedoch ist unser beider Wesen
mit unserer Hand können wir´s nicht halten
morgen sind wir gemeinsam jemand anders
wir sind Neues. Die Wünsche sind jetzt

Worte
wollen Wandel
Berührung bildet Blut
Tage tragen Trost

Erinnerung
verblasst schon bald
an all das Schöne
das Schöne von Gestern

Hungrig
nach neuem Glück
suchen wir am Tag
suchen wir in uns

Befriedigen
wird uns nur der Schlaf
doch müde sind wir nicht
lange noch nicht

Wärmend jedoch ist unser beider Wesen
mit unserer Hand können wir´s nicht halten
morgen sind wir gemeinsam jemand anders
wir sind Neues. Die Wünsche sind jetzt

ich seh, seh dich überall
warum kennst du
meinen Namen nicht
alles blüht, blüht durch dich
warum kennst du
meinen Namen nicht

Blumen senken ihre Köpfe
und ab fällt nun das Laub
durch deine Adern jeden Tag
fließt roter, roter Wein

es wird nun Zeit
endlich schlafen zu gehen
Es wird nun Zeit
endlich schlafen zu gehen
für die, die es können
der Rest bleibt wach

es wir nun Zeit
vor der Kälte zu fliehen
es wir nun Zeit
vor der Kälte zu fliehen
der Rest bleibt da,
der Blick ist starr

schon bald heben alle Vögel ab
es bleibt der Mensch mit sich zurück
warum kennst Du meinen Namen nicht
warum kennst Du
kennst Du mich nicht

Blumen senken ihre Köpfe
und ab fällt nun das Laub
durch deine Adern jeden Tag fließt
roter, roter Wein

es wird nun Zeit
endlich schlafen zu gehen
es wird nun Zeit
endlich schlafen zu gehen
für die, die es können
der Rest bleibt wach

es wir nun Zeit
vor der Kälte zu fliehen
es wir nun Zeit
vor der Kälte zu fliehen
der Rest bleibt da,
der Blick ist starr

die Nacht fängt an zu sinken
deine Augen weiten sich
mit LEDs wird die Nacht sich schminken
ich erwarte Dich

wer sind wir wenn wir feiern?
ein Teil des Glücks, befreite Affen?
die ungehörte Gebete leiern
sich ihre Götter selbst erschaffen

ein altes Lied werde ich singen
der Rausch stützt mich
auf andere Gedanke mich bringen
meinen Kern schütze ich nicht

wer sind wir wenn wir feiern?
ein Teil des Glücks, befreite Affen?
die ungehörte Gebete leiern
sich ihre Götter selbst erschaffen

erst wenn dem Körper fehlt die Kraft
der Wille zur großen Tat erschlafft
holt uns der Schlaf zurück
und die Feier war einsames Glück

viele Schiffe kamen in deinen Hafen
keines davon länger als ´ne Nacht
im Laufe dieser Nacht entluden sie ihre Fracht
kehrten dann nie wieder zurück

ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, doch nicht von Dir
ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, bestimmt nicht von Dir

ein solches Leben kostet Kraft,
weil´s fehlt was dich vollkommen macht
und die Männer sind auf See
und den Kleinen tut es weh

ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, doch nicht von Dir
ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, bestimmt nicht von Dir

ein Brief an den Vater
Du fehlst mir leider sehr
wie wird man denn ein Mann?
denn das Vorbild geht voran
gingst Du weg? Ging sie weg?
Ich war da und kam so klar
doch all die offenen Fragen
wem soll man sie denn fragen
Eine Frau ist ´ne Frau
und ein Mann ist ´n Mann
der eine kann halt das,
was der andere nicht kann
da hat sich jemand schon
etwas cleveres bei gedacht
um Leben zu erschaffen
hat der einzelne keine Macht
es gehört ein Partner dazu
in diesem Falle warst es Du

ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, doch nicht von Dir
ach Lilly, wer hätte dies geahnt
ach Lilly, bestimmt nicht von Dir

wdali slysze glosy, glos matki, ojca i brata
na ustach obcego, na ustach obcego
melodia pochodzi, pochodzi z kraju, oh z kraju
pochodzi z dziecinstwa.
z czasu przed, przed ucieczka
kiedy nosili nas ponad ziemia, ponad ziemia…..

auf der Flucht vor uns selbst
vor einem Teil von uns
der im Frieden fremd
und im Krieg erscheint

Mörder, Väter, Huren und Heilige
sind des Schicksals Kostüme die wir tragen
ein kalter Wind der uns vorwärts treibt
der die Namen Verlorener auf Gräber schreibt

wir laufen, wir suchen wir bleiben nicht stehen
wir winken, wir rufen. Kein Gott wird uns sehen
wir hoffen, versuchen, das Glück bleibt uns ferne
verschwinden im Dunkeln, uns sehen nicht die Sterne

such das Glück, such es in Dir
such das Glück, such es in mir
such oh das was Leben schafft
such uns fern von hier

bleiben auf der Stelle
doch das Land dreht sich
andre Länder erscheinen
fremde Sprachen klingen

haben nichts mitgenommen
außer uns selbst
unser Stolz ging verloren
unser Kopf der fällt

wir laufen, wir suchen wir bleiben nicht stehen
wir winken, wir rufen. Kein Gott wird uns sehen
wir hoffen, versuchen, das Glück bleibt uns ferne
verschwinden im Dunkeln, uns sehen nicht die Sterne

such das Glück, such es in Dir
such das Glück, such es in mir
such oh das was Leben schafft
such uns fern von hier

wdali slysze glosy, glos matki, ojca i brata
na ustach obcego, na ustach obcego
melodia pochodzi, pochodzi z kraju, oh z kraju
Pochodzi z dziecinstwa.
z czasu przed, przed ucieczka
z czasu kiedy unosilismy sie ponad ziemia, ponad ziemia…..

auf den Bänken am Fluss
kannst Du mit Jahrzehnten sprechen
hätt´ ich dies schon früher gewusst
dass sich wiederholen
des Menschen Schwächen

wir sind ein Teil von ihnen
der noch ´ne Weile bleiben wird
wir werden sehen wer sie waren
wenn wir sehen was sie sahen

das erlöschende Licht
ist das Schicksal aller Sterne
lass meinen Staub
kehr´ ihn nicht weg
sein Funken zeugt, ich lebte gerne

so wie wir den Kopf
von vorne nach hinten drehen
werden wir alles
irgendwann hinter uns sehen
doch jedes Wort, jede Tat
und jeder Blick
lässt ein Stück von uns zurück

wir sind ein Teil von ihnen
der noch eine Weile bleiben wird
wir werden sehen wer sie waren
wenn wir sehen was sie sahen

du wirst eingeladen
auf eine Feier
Du siehst zum ersten Mal,
zum ersten Mal das Licht
von oben wirft herab
die Zeit ihren schwarzen Schleier
du nimmst dein Glas,
so dass es nicht zerbricht

die Zeit bleibt stehen wenn Du lachst
fern der Tag
an dem Du nicht erwachst
hole Luft in der Nacht
bringe Ideen aus deinem Traum
mit Liebe hast Du Macht

wir suchen ständig
nach dem Rausch
betäuben die Nüchternheit
Gesundheit dafür zum Tausch
Vernunft ist wach am Tag
wir aber lieben die Nacht
Tage sind Blitze für uns
wach bleiben ist eine Kunst

die Zeit bleibt stehen wenn Du lachst
fern der Tag
an dem Du nicht erwachst
hol Luft in der Nacht
bringe Ideen aus deinem Traum
mit Liebe hast Du Macht

damit das Fest nicht erlischt
vergesst nicht einzuladen
es sind die Kinder
die unser Glück weitertragen
unsere Erinnerungen
werden zu einem Gefühl
schöne Wirrungen
in denen wir schlafen gehen

die Zeit bleibt stehen wenn Du lachst
fern der Tag
an dem Du nicht erwachst
hol Luft in der Nacht
bringe Ideen aus deinem Traum
mit Liebe hast Du Macht

ich hab eine Waschmaschine, Tiefkühlpizza, ´ne Gardine
brauch mit niemandem zu sprechen
man spricht immer, immer nur mit mir
denn ich hab das Fernsehen, Radio, YouTube
und paar gute Bücher hier
kann gehen wohin ich will
hab weder Frau, Hund, Katze, Kind

bin so frei wie ein Vogel, hab ein Auto, bin geschwind
und dann abends schön besoffen auf dem Sofa nichts mehr hoffen
denn die Welt in der ich lebe, da schafft man´s schon allein
und brauch denn mal Gesellschaft
kein Problem, kauf ich mir ein

und schon öfters wurde ich gefragt – was denn?
ob ich mein Leben teilen mag – wozu?
ich sage: nein, nein, nein, nein – aha
mein Leben gehört mir ganz allein – so so
wenn da noch jemand anderes wär – wer denn?
fiele mir die Keuschheit schwer – aha
denn ich sehe es als ein Kompliment
wenn ich gehe und der andere flennt

bin so frei wie ein Vogel, hab ein Auto, bin geschwind
und dann abends schön besoffen auf dem Sofa nichts mehr hoffen
denn die Welt in der ich lebe, da schafft man´s schon allein
und brauch dann mal Gesellschaft
kein Problem, kauf ich mir ein

bin so frei wie ein Vogel, hab ein Auto, bin geschwind
und dann abends schön besoffen auf dem Sofa nichts mehr hoffen
denn die Welt in der ich lebe, da schafft man´s schon allein
und brauch dann mal Gesellschaft
kein Problem, kauf ich mir ein

doch ein Gefühl in meiner Brust werd´ich nicht los
es staut sich an, ich komm nicht ran
manch einer sagt man´s verschenken kann
hier steh ich nun, ich biete mich an

seit langem schon
schwingt ein leiser Ton
immer wenn Du sprichst
verstehen tut man nicht

vielleicht ist es der Hall
der nach dem Rufen schallt
ein tiefer leiser Ton Jahrzehnte alt

viele Jahre liegt
mein Kopf auf deiner Brust
der Ton nun auch in mir
fortschwingen muss
legt man sein Ohr
auf deine weiße Brust
tief im Herzen dann
die Saite schwingen muss

gerade wenn man schweigt
der Ton besonders laut
ein leerer, kalter Raum
die Luft drinnen aufgebraucht
legt man sein Ohr
auf deine weiße Brust
die aufgebrauchte Luft
man teilen muss

jedes kleine Wort
ein Fenster öffnet sich
von draußen strömt herein
etwas anderes als das Ich
sprich

ich verliere Dich
in diesem Augenblick
warte nicht auf mich
auch kein letzter Trick

ich schalte ab, lege mich hin
das Schwarz öffnet mir das Morgen
keine Träume diese Nacht,
hab sie der Katz zum spielen gebracht

ich sehe uns von außen
diesen Film hab ich schon mal gesehen
ich würde ihn nicht noch einmal kaufen
Zeit aus der Vorstellung zu gehen

ich schalte ab, lege mich hin
das Schwarz öffnet mir das Morgen
keine Träume diese Nacht,
hab sie der Katz zum spielen gebracht

mit Körpern wasche ich mich rein
nur die Erinnerung wird bleiben
doch ist sie nicht mehr mein
wird sich vom neuen ich scheiden

ich schalte ab, lege mich hin
das Schwarz öffnet mir das Morgen
keine Träume diese Nacht,
hab sie der Katz zum spielen gebracht

bekannte Welt ist nicht mehr da
der Weg wird nun ein anderer
ein Streit läßt dich verwundert stehen
du kannst nur noch dein Inneres sehen

der See liegt blau in deiner Nacht
von Schnee bedeckt der Schmerz erwacht
die Seele liegt als dünnes Eis
so zart wie wir, Streit hat seinen Preis

wir sind alle zart
und wir laufen und laufen davon
doch die Zeit holt uns zurück
dorthin, wo wir wohnen
wo wir wohnen

zu deinen Füßen erscheint ein Bild
es ist dein Freund, Tränen fallen still
ein Teil von Dir der langsam stirbt
die Einsamkeit um Freundschaft wirbt

von fern ertönt des Alltags Klang
holt dich zurück, der Teufel sang
hast nicht geträumt, die Wirklichkeit
ist eine andere, für dich bereit

wir sind alle zart
und wir laufen und laufen davon
doch die Zeit holt uns zurück
dorthin, wo wir wohnen
wo wir wohnen

ich werde Dich später verstehen
mit anderen Augen sehen
jetzt kann ich es nicht, vielleicht liebe ich Dich
doch das hilft uns nicht zu gehen
wir haben gleiches erlebt, gleiches gedacht
einen Teil unseres Lebens verbracht
du befindest Dich woanders
wann bist Du gegangen
den Weg zu Dir, wann habe ich ihn verloren
Wir haben uns doch die Freundschaft geschworen

vielleicht wenn wir trinken
ist es uns möglich in der gleichen Welt zu versinken
der Bruder hat manchmal ein anderes Gesicht
doch in dir erkenne ich mich
gleiche Eltern braucht es nicht braucht nur all die Zeit
du warst das Glück für mich
wir haben gleiches erlebt, gleiches gedacht
einen Teil unseres Lebens verbracht

du kannst Dich nicht erklären
es sind deine Worte die den Blick verklären
gedult fehlt uns da wir das Ende riechen
und der Zweifel in uns und die Lügen die in uns kriechen

später werde ich dich verstehen
wenn es Zeit wird
woanders hinzugehen
die Zeit
kriegen wir nicht mehr zurück
verlorenes Glück